Genüsslich verteilt diese Akteurin kiloweise Zucker auf ihrem Körper.

Fat Facts: Mit dieser Zucker-Performance zeigen zwei Künstler, was sie vom Schlankheitswahn halten

Wen interessieren die Schönheitsideale der Modeindustrie? Angie Hiesl und Roland Kaiser, die Schöpfer der Performance Fat Facts, zeigen ihre Antwort in der Kölner Innenstadt: niemanden.

„Wie dick ist dick?“, dröhnte es am Donnerstagabend blechern aus einem Lautsprecher in einer Ecke des Kölner Apostelnkirchplatzes. „Fette Kuh“ hörte man aus der anderen. Auf dem Platz zogen drei übergewichtige Menschen die Blicke der Passanten auf sich. Eine Akteurin rekelte sich auf einer Palette voller Zucker-Packungen, eine andere lag in einer Badewanne – ohne Wasser, dafür mit Zucker.

„FAT FACTS stellt die Ästhetik der Üppigkeit in den Fokus. Dicksein, ein globales Massenphänomen unserer Zeit, ist oft gekennzeichnet von Stigmatisierung, Ausgrenzung und Leidensdruck“, schreiben die Künstler auf ihrer Webseite.

Ich selbst war, wie die meisten anderen Menschen, eher zufällig vorbeigekommen. Nachdem ich die Performance einige Minuten betrachtet und über die Message nachgedacht hatte, fiel mir ein, dass ich von einer Umfrage am Tag davor noch das Aufnahmegerät in der Tasche hatte. Spontan hielt ich fest, was geschah und sprach mit einigen Zuschauern. Daraus ist dieser Beitrag entstanden.

3 Gedanken zu “Fat Facts: Mit dieser Zucker-Performance zeigen zwei Künstler, was sie vom Schlankheitswahn halten

  1. Aufklaerung -egal wie- enorm wichtig- an Kindergaerten-Schulen-
    dringend notwendige Aktion-

  2. Wohlsein und Glückseligkeit sind das Wichtigste,
    egal ob Dick oder Dünn – ist relativ!

  3. Es gibt nichts Schlimmeres als Schlankheitswahn bei jungen Menschen –
    super gute Aktion.
    Danke, dass wir darüber erfahren durften. Klasse Beitrag!
    Hoffentlich erfahren viele davon…

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