500_Euro_Banknoten

Misstrauen vs. Gelassenheit: Wie @_yo_osman, @MDowideit, @c_linder und andere auf Twitter über #bargeld debattieren

Politiker, Aktivisten, Journalisten, Promis und alle anderen: Auf Twitter kann jeder mit jedem streiten. In der Serie „Twitterdebatten“ zeichnen Journalistenschüler des Jahrgangs 2015 nach, wie einflussreiche Twitterer diskutieren – und worüber. Im dreizehnten Teil kommentiert Alexander Wehnert die Diskussion zu einer möglichen Bargeld-Obergrenze.

Wer kennt das nicht? Da steht man im lokalen Supermarkt an der Kasse und hat für 5001 Euro Waren aufs Band gelegt. Wie einfach ist es da, sein Portmonnaie zu zücken und dem Kassierer mit lässiger Geste einen schönen lilafarbenen Stapel Fünfhundert-Euro-Scheine und eine Münze in die Hand zu drücken.
Doch dieser alltägliche Vorgang könnte schon bald der Vergangenheit angehören: Nach übereinstimmenden Medienberichten plant die Bundesregierung, eine Bargeldobergrenze einzuführen. Dann dürfen nur noch Beträge bis höchstens 5000 Euro bar bezahlt werden. Hauptziel der Maßnahme ist es, Geldwäsche zu verhindern.
Als angenehmen Nebeneffekt erhoffen sich CDU und SPD die Bekämpfung des Terrorismus. Da man durch die geplante Regelung Geldströme besser überwachen könne, soll es für zwielichtige Organisationen schwieriger werden, sich zu finanzieren. Datenschützer sowie Politker von FDP und Grüne sehen den kreativen Gesetzesvorschlag allerdings durchaus kritisch. Andere begrüßen ihn: Auf Twitter entspinnen sich gleich mehrere Diskussionen.

Bildquelle: Wikimedia commons, Frank Schwichtenberg
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