Widerlich: @G7_Demo möchte Merkels @G7 Sause auf Schloss #Elmau stören

Animierte Gifs erleben einen zweiten (dritten?) Frühling. Wir erzählen mit Hilfe der animierten Grafiken aktuelle Debatten nach. In Teil 5 lässt sich Julian Rodemann vom Zauber des G7-Gipfels auf Schloss Elmau verführen.

Ob Gänseleber oder Goldforelle – Auf der Speisekarte im Hotel Elmau ist für jeden Gaumen etwas dabei. Vom Alpenpanorama umgeben, werden die Regierungschefs der G7-Staaten dort am Sonntag über den Hunger in der dritten Welt sinnieren – und dabei genüßlich Weißburgunder schlürfen.

Bei solch edlen Tropfen kann einfach nichts schief gehen. Die Gäste werden Angela Merkel zur Begrüßung sicher um den Hals fallen, im Austauschen von Grußfloskeln ist die Kanzlerin bekanntlich geübt und welterfahren…

Im Hotel sind alle Suiten gleich groß – es soll sich schließlich keiner der edlen Gäste benachteilgt fühlen. Angela Merkel wird vielleicht die hoteleigene Bibliothek erkunden, während Barack Obama im beheizten Salzwasser-Pool seine Runden drehen wird. Francois Hollande könnte derweil im „Fitness-Center“ auf dem Laufband schwitzen. Und den Tag werden die Herrschaften dann in der Sauna ausklingen lassen. Da lösen sich Probleme wie der Klimawandel doch von allein, wie die Heute-Show treffend feststellte.

 

 

„Hut ab“, ist man geneigt zu sagen. Die Bayern sind auf alles vorbereitet: Selbst die Bahnhöfe haben die Verantwortlichen sanieren lassen, obwohl während des Gipfels gar keine Züge fahren.

Blöd nur, dass es da diese lästigen Demonstranten gibt. Sie wollen den Herrschern im Schloss doch tatsächlich Vorschläge machen…

 

 

Das will nun wirklich keiner hören. Wäre ja noch schöner, wenn Francois Hollande von diesen Krawallmachern aus seinen süßen Träumen an Julie Gayet gerissen würde.

Zum Glück gibt es genug (um genau zu sein: 17 000) Polizeibeamte, die für Ruhe und Ordnung sorgen werden. Manch einer erinnert sich an den letzten (damals noch G8-) Gipfel auf deutschem Boden: 2007 in Heiligendamm. Damals griff die Staatsmacht knallhart gegen Demonstranten durch.

 

Zu Wasser…

G8 summit - protest by sea

 

… und zu Land.

G8: Wasserwerfer gegen Demonstranten

 

Kräftige Unterstützung bekommt die Polizei dieses Mal von den bayerischen Behörden. Die Gemeinde Garmisch-Patenkirchen hat dem „linken Gesocks“ (bayerisch für: Demonstranten) jüngst verboten, auf einer Wiese nahe des Schlosses ihre Zelte aufzuschlagen.

 

Die äußerst schlüssige Begründung:

 

 

Jaja, richtig gelesen: Hochwassergefahr! Da konnte so mancher G7-Gegner seinen Augen nicht trauen…

 

 

 

Für verdutzte Blicke sorgten auch die Kosten der Gipfel-Sause. Die fleißigen Rechner vom Bund der Steuerzahler sind sich sicher: 360 Millionen Euro wird der Spaß kosten. „Eine Zumutung“ sei das.

Also bitte, liebe Streber vom Steuerzahler-Bund, nun seid doch nicht so kleinkariert! Die paar Milliönchen mehr oder weniger…

Und wenn schon: Dann muss der deutsche Michel eben mal in den sauren Apfel… äh Zitrone beissen.

 

 

Okay, zugegeben: Da schmecken Goldforelle und Gänseleber besser.

Aber mei, wie der Bayer sagen würde:

 

Ja, genau, das war schon immer so: Wenn der Adel sich im Schloss vergnügt, muss der Pöbel draußen bleiben. Und bitte, kommt mir jetzt nicht mit Demokratie.

 

 

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