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@BerndLucke sucht Alternative – Was macht er nun ohne AfD? #luckxit #afd

Animierte Gifs erleben einen zweiten (dritten?) Frühling. Wir erzählen mit Hilfe der animierten Grafiken aktuelle Debatten nach. In Teil 12 rekapituliert Sandra Hendele den Abgang von Bernd Lucke.

Der 5. Juli brachte Klarheit für die AfD. Nun hat das innerparteiliche Führungsgerangel ein Ende gefunden: Petry bleibt – Lucke geht.

Ganz überraschend stellte der ehemalige Parteivorsitzende für sich fest, dass ihm die AfD nun doch zu rechtslastig wird. Schon seit Monaten gab es Streit an der Führungsspitze. Nun hat Frauke Petry die Hosen an und Lucke ergreift die Flucht. Als Erklärung gab Lucke an, er befürchte die AfD „würde weiter nach rechts rücken“ und „es sei nicht die Partei, die er einst mit gegründet habe“. Nun gehen die beiden getrennte Wege.

      Modern Family, Never Look Back Bereits im Sommer 2014 hatte Martina Tigges-Friedrichs, stellvertretende Vorsitzende der AfD Niedersachsen, die Partei verlassen, da sie „zu weit nach rechts gerückt sei“. Dasselbe Argument, dass nun auch Lucke verwendet. Man fragt sich unweigerlich, wie weit die Partei noch nach rechts rücken kann bis sie irgendwann endgültig ganz rechts angekommen ist. Doch so lange warten viele der Mitglieder gar nicht mehr ab. Den Ergebnissen des Parteitags folgte eine Austrittswelle, über 1.000 Mitglieder verließen die Partei und folgten Bernd Lucke. Gerade der Punkt die Partei sei erst jetzt zu rechtslastig belustigt viele Menschen umso mehr. Hatte sich Lucke doch stets gegen das rechte Image der AfD gewehrt. Seit ihrer Gründung 2013 war die AfD heftig umstritten und wurde von einigen Medien als salonfähige Rechte gesehen. Die Twitter Gemeinde konnte sich Kommentare zu Luckes bahnbrechenden Erkenntnissen dementsprechend nicht verkneifen:

 

 

 

Doch Bernd Lucke gibt so schnell nicht auf. Zwar hatte die Gründung seines Vereins „Weckruf 2015“ überhaupt erst zur Spaltung der Partei geführt, doch wo das Thema AfD für ihn nun abgehakt ist kann man ja etwas daraus machen. So plant Lucke mit Weckruf eine neue Partei zu gründen und mit Windeseile in den Bundestag zurück zu kehren. Bereits am kommenden Wochenende wollen er und seine Anhänger die Partei gründen. Doch was wenn auch dieses Vorhaben scheitert und ganz schnell aus dem Weckruf eine Schnarchveranstaltung wird? Oder Lucke wieder Mal die Falschen zu sich ruft und sein geliebter Stempel „wirtschaftsliberal“ in „islamfeindlich“ und „rechtspopulistisch“ mündet?
Vielleicht gönnt sich Bernd Lucke nun erst einmal Urlaub. Das Wetter ist dafür ja gerade ideal und dann kann er sich nochmal überlegen, ob er wirklich wieder Parteichef werden möchte oder weiter den Euro bekämpfen soll. Oder er geht eben einfach nach Hamburg an die Uni zurück. Da kann er dann auf die Alster gucken und seinem Abschiedslied von Extra 3 in Dauerschleife lauschen. Aber vielleicht tut man Lucke auch Unrecht und seine neue Partei wird alle überraschen. Gesprächsstoff wird sie in jedem Fall geben.

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