„Wir sind nicht nur zum Bespaßen hier“ @michaelumlandt vom @zdf über #lanz, #tvduell, #bildungsauftrag und falsche arabische Fans

Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. sind für immer mehr Menschen eine wichtige Quelle für Informationen. Haben die Medienhäuser der Republik das erkannt? In der Serie “Alte Medien in neuen Netzen” zeichnen Journalistenschüler des Jahrgangs 2013 nach, wie etablierte Medien die neue Kanäle nutzen, um ihr Angebot darüber zu verbreiten, mit Lesern zu interagieren und neue Inhalte zu entwickeln. Im 6. Teil der Serie interviewt Florian Müller Michael Umlandt, der auf ziemlich ungewöhnlichem Weg an seinen Job als ZDF-Twitterer gekommen ist.

Das Durchschnittsalter der ZDF-Zuschauer liegt bei gut 60 Jahren. Viel zu alt, um im Netz aktiv zu sein, denken viele. Dennoch ist das ZDF der erfolgreichste öffentlich-rechtliche Sender auf Twitter. Das hat es unter anderem einem Mann zu verdanken: Michael Umlandt.

Vor ziemlich genau fünf Jahren hat er gemeinsam mit seinem Kumpel Marco Bereth begonnen, für das ZDF zu twittern – damals allerdings noch ohne offiziellen Auftrag. Die beiden machten ihren „Job“ aber so authentisch, dass sie bald schon mehrere tausend Follower hatten. Ein ungeahnter Erfolg. Schließlich offenbarten sie sich dem ZDF – und wurden prompt eingestellt. Heute betreut „social media monkey“ Michael Umlandt („Manager klingt blöd“) die beiden Twitter-Accounts @ZDF und @morgenmagazin sowie den Facebook-Auftritt des ZDF.

An der Person des einstigen Erziehers kann man gut die Strategie des ZDF in den neuen Medien festmachen: Spontan lustig, aber auch um Seriosität bemüht. Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender verbindet den Bildungsauftrag mit Unterhaltung. Und gewinnt damit viele Fans, neuerdings vor allem im Orient.


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