Ist der #ORF neutral? @DieterBornemann und @martinfalb diskutieren über den Wechsel von @EugenAFreund zur #SPÖ

Streitende Politiker, Promis, Journalisten: Twitter ist zur Arena für spannende Debatten zu aktuellen Themen geworden. In der Serie „Twitterdebatten“ zeichnen Journalistenschüler des Jahrgangs 2013 nach, wie sich einflussreiche Twitterer online streiten. Sie ordnen die Diskutanten und ihre Argumente mit Hilfe des Tools Storify ein, und zeichnen nach, wie die Debatte sich in den Medien ausehnt. Im dreizehnten Teil der Serie zeichnet Julian Freitag einen Streit um die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Österreich nach.

Am 25. Mai findet in Österreich die Europawahl statt. Die Sozialdemokratische Partei (SPÖ) stellte am 16. Januar Eugen Freund als ihren Spitzenkandidaten für die anstehenden Wahlen auf. Überraschend, denn Freund war bis zu seiner Pensionierung Ende 2013 noch Moderator der Nachrichtensendung „Zeit im Bild“ (ZIB) beim öffentlich-rechtlichen Sender ORF2.

Im Netz entbrannte daraufhin eine Debatte über die Parteilichkeit des ORF. Immer wieder wurde dem Sender Staatsnähe und insbesondere Nähe zu den Sozialdemokraten vorgeworfen. Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) und die konservative Österreichische Volkspartei (ÖVP) bezeichneten den ORF in der Vergangenheit mehrmals als „Rotfunk“.

Die Pensionierung Freunds war umstritten. Dem Magazin „tv-media“ sagte der Moderator, er sei ein Opfer der Sparpolitik des Hauses. Er hätte die Sendung gerne noch weitermoderiert.

 

Die Debatte auf Twitter zeigt, dass auch bekannte und meinungsbildende TV-Journalisten für die Bürger immer einfacher zu erreichen sind. Die Kommunikation der Medien erfolgt nicht mehr länger nur in eine Richtung.

 

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