Was tun gegen Überwachung? Piraten-Vorstand @tirsales und CDU-Politiker @petertauber streiten über #merkelphone und #NSA

Streitende Politiker, Promis, Journalisten: Twitter ist zur Arena für spannende Debatten zu aktuellen Themen geworden. In der Serie „Twitterdebatten“ zeichnen Journalistenschüler des Jahrgangs 2013 nach, wie sich einflussreiche Twitterer online streiten. Sie ordnen die Diskutanten und ihre Argumente mit Hilfe des Tools „storify“ ein, und zeichnen nach, wie die Debatte sich in den Medien ausehnt. Im ersten Teil der Serie schreibt Lara Marie Müller über die Diskussion eines Piratenpolitikers und eines CDU-Abgeordneten zum NSA-Überwachungsskandal.

 

Die neuen Enthüllungen im Abhörskandal haben die Diskussion, die Edward Snowden vergangenen Sommer auslöste, neu angekurbelt. Damals gab Angela Merkel noch breit lächelnd kund: „Mir selber ist nichts bekannt, wo ich abgehört wurde.“ Jetzt scheint klar, dass sie und weitere Regierungschefs belauscht wurden. Schlimmer noch: Laut Spiegel wird das gesamte Regierungsviertel von der Amerikanischen Botschaft aus abgehört. So etwas bewegt die Menschen – diejenigen, die auf Twitter unterwegs sind, erst recht. Seit Bekanntwerden der Spähaktionen ist die #NSA fast täglich unter den trending topics bei Twitter.

Vor allem während Günther Jauchs Talkshow zum Thema am Sonntagabend wimmelte es auf Twitter nur so von Kommentaren, Anschuldigungen und Mutmaßungen. Vize-Vorsitzender der Piraten Partei Sebastian Nerz und CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Tauber nahmen das als Anlass für eine tiefgreifende Twitter-Debatte über Geheimdienste. Die Diskussion, und was an den schnell getippten 140 Zeichen-Argumenten wirklich dran ist:

Tauber hat großen Spaß am Debattieren auf Twitter, Nerz hingegen gesteht ein, dass er das grundsätzlich nicht so gerne tut. „Das Medium erzwingt eine Verkürzung und damit Emotionalisierung der Debatte.“ Twitter sei jedoch viel schneller als eMails. „Außerhalb dieser Plattform hätten wir womöglich gar nicht diskutiert.“