DPA-Chef @wbuechner sieht Social Media als mögliches Korrektiv. Die #nr11-Twitterer freut’s.

Tagesschau-Cheff trifft Nachrichtenagentur-Chef. Kai Gniffke (ARD) und Wolfgang Büchner (dpa) diskutierten bei der Jahrestagung vom Netzwerk Recherche über Relevanzkriterien für Nachrichten. Oder ob statt Relevanz heute eher Firlefanz ausschlaggebend ist – also die „bunte“ Seite der Nachrichten. Für Büchner reicht das übrigens bis zu den Minnesängern zurück: „Früher am Lagerfeuer wollten die Leute auch wissen, wer die Schlacht gewonnen hatte, aber vor allem auch, wer mit wem.“ (und gemeint war nicht, wer mit wem die Schlacht gewann…)

Nicht nur diese Lagerfeuer-Romantik des DPA-Chef wurde bei den eifrigen Twitterern aufgegriffen, sondern vor allem das, was er später sagte: Was in Social Networks geschehe, könne als Korrektiv und Ideengeber für die eigene Themensetzung genutzt werden. Viel Zustimmung gab’s dafür im #nr11-Twitterstream für Büchners propagierten Lernwillen im Bereich Social Media. Zum Beispiel so:

@CarolinN: Sagt viele kluge Sachen, der @wbuechner (dpa) – etwa vom Wert sozialer Netzwerke als Korrektiv und dem Journalist als Kurator #nr11

Das retweetete z.B. direkt @gutjahr an seine 12.600 Follower – und der war ja gar nicht dabei.

Das ist schonmal nicht schlecht, aber der anwesende sueddeutsche.de-Chefredakteur Stefan Plöchinger dachte mit einem Tweet einen wichtigen Schritt weiter:

@ploechinger: @wbuechner: Journalismus ist in einer riesigen digitalen Lernphase. – merke: Lasst uns schneller lernen, es ist 2011. #nr11

Das wurde innerhalb der nächsten Stunde gleich fünf mal retweetet – wahrscheinlich, weil er einfach Recht hatte. Denn das ist der Eindruck von den tollen Ideen eines Büchners oder auch Gniffkes, der etwa ein Team im Social Web nach Content suchen lässt: Trotz vieler Bemühungen sind wir eigentlich immer hinten dran. Es kann gar nicht schnell genug gehen.

Im Video spricht dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner über die Vorteile von Social Media für den Journalismus.

16 Gedanken zu “DPA-Chef @wbuechner sieht Social Media als mögliches Korrektiv. Die #nr11-Twitterer freut’s.

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  12. Reichlich heuchlrerisch, dieser Büchner…
    Dem Büchner und „seiner dpa“ wurden schon investigative Informationen per PZU zugeschickt, ohne dass man eine Antwort erhalten hätte…

  13. Hallo Rainer Hoffmann,

    Hans Leyendecker werfen Sie im Beitrag nebenan etwas ganz Ähnliches vor – dass er jemand sei, „der seit Jahren nicht zuhört, wenn man ihm wichtige Infos vermittelt“.

    Klingt ja fast nach einem Komplott der beiden!

    Aber haben Sie mal überlegt, ob das nicht vielleicht auch an der Qualität der „investigativen Infos“ liegen könnte, von denen Sie sprechen – oder an der Glaubwürdigkeit der Quelle?

    Viele Grüße!

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